HELBINGS FEINER AQUAVIT

Über 175 Jahre lang hat Hamburgs feiner Kümmel den Turbulenzen von Wirtschaft und Geschichte die Stirn geboten und erstrahlt heute glänzender denn je als stolzes Flaggschiff der Helbing Destillerie. Die Hamburger Traditionsspirituose wurde im Laufe der Zeit von großartigen Weggefährten eskortiert. Dazu gehört der Aquavit (von Aqua vitae, lat. Wasser des Lebens), das Lebenswasser aus dem Hause Helbing. Dieses lebt nun im Rahmen einer limitierten Edition wieder auf und weckt Erinnerungen an die einstig reiche Vielfalt des Helbing Portfolios. Der Aquavit wurde zeitgemäß zu 100% aus Rohstoffen in Bio-Qualität gewonnen und erhielt eine sechsmonatige Reife in nummerierten PX-Sherryfässern. Die finale Lagerung trägt maßgeblich zum außerordentlich ausgewogenen Geschmack des Boutique-Aquavits bei.

DIE GESCHICHTE
Der begehrte Abrisskalender von 1914 für die Helbing-Kunden.
Historische Anzeige der Heinrich Helbing GmbH.
1759
Der Kaufmann Heinrich Carl Graf von Schimmelmann hatte in den Wirren des Siebenjährigen Krieges ein stattliches Vermögen angehäuft. Als Eigentümer des Gutes Ahrensburg, das er 1759 erwarb, und Erbauer des Wandsbeker Gutes entwickelte er schnell eine Vorliebe für standesgemäße Repräsentation und begann, Experten aller Art um sich zu sammeln: Gewandmeister, Silberschmiede, Büchsenmacher. Und auch mit einem exzellenten Brauer und Brenner wollte er seine Güter schmücken. Wie durch Zufall traf Schimmelmann in Dresden auf den jungen Samuel Ernst Helbing, Sohn einer Familie von Schnapsbrennern und Brauern. Schimmelmann bot Helbing den Posten am Gut Ahrensburg an, dieser akzeptierte. Im Norden angekommen, erhielt Helbing die Aufgabe, einen typisch norddeutschen Schnaps zu brennen, etwas besonders Geschmackvolles, Mildes. Auf der Suche nach regionalen Aromen stieß Samuel Ernst Helbing rasch auf den Kümmel. Zudem wurde er bei Schimmelmann
Pächter des mit Brau- und Brennrechten ausgestatteten Gutes Wandsbek, welches später in seinen Familienbesitz übergehen sollte. Mit Rücksicht auf die Damen stellte er den neuen Schnaps mit einer Trinkstärke von 35 Prozent her. Als diese Kümmelspirituose die Lippen der Damen benetzte, war man auch im feinen Hamburg entzückt und die Erfolgsgeschichte der Kümmelspirituose begann.
1836
Johann Peter Hinrich Helbing erlernte das Handwerk seines Großvaters Samuel Ernst und eröffnete am 14. Februar 1836 in Wandsbek seine eigene „Helbingsche Dampfkornbrennerei“. Er entwickelte die Rezeptur seines Großvaters weiter und perfektionierte sie bis sein Qualitätsanspruch derart befriedigt war, dass er sich dazu entschied, dem Destillat seinen eigenen Namen zu verleihen: Helbing Kümmel. Schließlich war es sein Sohn Christoph Heinrich Helbing, dem es gelang, die Firma zu atemberaubender Größe auszubauen und den Namen Helbing als Qualitätsbegriff in ganz Deutschland zu manifestieren.
Historische Anzeigen der Heinrich Helbing GmbH.
Jenes Qualitätssiegel galt übrigens nicht nur für den Kümmel, sondern ebenso für weitere Helbing-Spirituosen, zum Beispiel einen Aquavit, der aus dem sich vergrößernden Portfolio erwachsen war. Nach Christoph Heinrichs Tod stellte sich seine Witwe Sophie Margarete an die Spitze des Unternehmens und machte es zum größten Spirituosenunternehmen des deutschen Kaiserreichs mit Filialen in Paris, London und Liverpool. Der Kümmel aus dem Hause Helbing ist seitdem ein ständiger Begleiter in norddeutschen Top-Gastronomien. Außerdem begeistern sich in den vergangenen Jahren zunehmend jüngere Erwachsenen in Szene-Gastronomien für die authentische Traditionsspirituose aus Hamburg. Spätestens damit hat sich Helbing vom Schnaps zum Statement entwickelt: für Heimatverbundenheit, für Bodenständigkeit, für seine Herkunft Hamburg.
EIN STÜCK HAMBURGER GESCHICHTE.
Der Bug
Die Unterschrift: Christoph Heinrich Helbing (kurz: Hein Helbing) hat die Marke Helbing im 19. Jahrhundert nicht nur zu seiner ersten großen Blüte geleitet, er brachte auch den ursprünglichen Helbing Aquavit auf den Markt.
Das Hummelembossing: Der Hamburger Wasserträger verkörpert den Ursprung des Hamburger Grußes „Hummel, Hummel – Mors, Mors“ und ist ein Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg sowie das heutige Symbol der Firma Helbing.
Das Etikett: Das Layout ist liebevoll an den original Helbing Etikettenstil es 19. Jahrhunderts angelehnt und behutsam in die Gegenwart transportiert worden.
„Sic parvis magna“ (lat. vom Kleinen zum Großen) ist eine Hommage an die frühe Helbingsche Dampfkornbrennerei, die innerhalb von nur drei Generationen von einer beschaulichen Destille mit fünf Mitarbeitern im 19. Jahrhundert zum größten Spirituosenproduzenten des deutschen Kaiserreiches mit Filialen in Paris, London und Liverpool heranwuchs.
Das Heck
Der Verschluss: Der hochwertige Korkverschluss jeder Flasche Helbings feiner Aquavit wird mit einer eleganten Siegelbanderole mit Aufschrift „Made in Hamburg“ überzogen. Ein weiterer Verweis auf die stolze Herkunft und die Gewährleistung der Unversehrtheit des Produktes.
Das Unikat: Helbings feiner Aquavit ist eine limitierte Produktion. Jede Flasche ist gekennzeichnet mit einer Fass- und Flaschennummer. Die Fassnummer verweist auf die Lagerung des Aquavit in ausgewählten Sherry PX Fässern.
Die Flasche: Gleich dem Etikett ist die 0,5 Liter Flasche den historischen Vorbildern aus dem Hause Helbing nachempfunden. Sie liegt gut in der Hand und vermag durch die heutzutage ungewöhnliche, dennoch traditionsgemäß vertraut gedrungene Flaschenform Aufsehen zu erregen. Die stabilen und dicken Glaswände unterstreichen die Wertigkeit.
Die Germania: Die Germania: Bei den antiken Römern war die Germania die personifizierte Gottheit der damals noch vielfältigen und weitläufig verteilten germanischen Stämme in Mittel- und Nordeuropa. Im 19. Jahrhundert wurde die Germania der Innbegriff der deutschen Demokratiebewegung und im selben Atemzug auch das Logo der Helbingschen Dampfkornbrennerei.
Verkostungsnotizen
Das Erscheinungsbild:
Strohgelb, mit goldenen Reflexen.
Das Aroma:
Aromatische Noten von Anis, Kümmel, Dill, fein eingebundenem Süßholz mit dezenten Anmerkungen frischer Frühlingsblumen, Waldbeeren und einem Hauch Vanille, der aus der Reifung in PX Sherry Fässern resultiert.
Der Geschmack:
Der verarbeitete Kümmel kommt umrahmt durch ein erfrischendes Fenchelaroma bestens eingebunden zur Geltung. Daneben wird der Gaumen entzückt von winterlichen Gewürzen, insbesondere von Vanille, Nelken, Kardamom und weißem Pfeffer. Vollendet wird der Geschmack durch die elegante Süße erntereifer roter Trauben.
Der Nachhall:
Gewürze und Fenchelaroma bleiben auf Ihre ureigene wohltuende und erquickende Weise erhalten und runden damit das Erlebnis ab.